Auf einen Hügel in der Siedlung Linglen, steht er. Wie soll es auch anders sein. Er steht immer dort, wenn er nachdenkt. Es ist Charls und er raucht seine Pfeife. Wer nah genug an ihn heran geht, wird fest stellen, das er Selbstgespräche führt. Doch sollte man ihn dabei nicht stören und schon garnicht diesbezüglich fragen.

“Schuldig? Tja, der Richter wußte es. Ich weiß es. Arille, Siera und sogar Cenaith. Sie alle wissen es! Und du? Beharst du immernoch darauf, das du unschuldig bist? Natürlich nicht. Zum ersten mal in deinem Leben hast du wirklich gelogen. Es wurde durchschaut. Du warst sogar bereit, Siera ans Messer zu liefern, nachdem sie diese Aussage getätigt hat. Warum hast du dies zugelassen?”

Charls: “Na und? Ich bin ja nicht nur Charls Erodwyen, sondern bin ich immernoch Charls Askina! Und wer dieser Mann ist, das weißt du sehr genau!”

“Oh ja, das weiß ich. Nur zu gut und viele anderre wissen das auch. Der Charls Askina ist ein Mörder und kaltherziger Mensch und doch gleicht er sich mit dem Charls Erodwyen. Beide schützen ihre Familie bis aufs Blut, wenn es sein muß. Doch der eine ist Fürst und der anderre nur ein Monster. Wer bist du?

Charls: “Mein Tietel hat mich gezügelt, doch nicht unterdrückt. Ich bin beides. Fürst und Monster. Und warum? Weil ich es eben bin und du nervst mich gewaltig!”

“Freut mich, das ich dich nerve. Aber wieso wolltest du Siera über die Klinge springen lassen?”

Charls: “Weil ich ein kaltherziger Mann und ein Fürst bin!”

“Naja. Ihre Aussage wurde ja nicht gegolten und du wurdest für Schuldig befunden. Wie geht es weiter? Bree darfst du ja nicht mehr betreten, aber das juckt dich ja nicht. Du hast diese Stadt schon immer verflucht. Doch solltest du, Celiece endlich mal sagen was los ist, oder willst du weiterhin der liebevolle und strenge Vater sein? Dieses Theater kannst du sehr gut, oder nicht? Du lügst ja nicht, wenn du einfach einen Teil weg lässt. Was wirst du mit Arille tun? Sie nimmt es dir übel, das sie für dich gelogen hat. Genauso deine Frau. Du mußt mit allen reden, mit Tarona, Siera und vor allem Arille!”

Charls: “Lass mich zu frieden. Ich weiß das selber, dass ich dies muß!”

“Du hast Angst. Zum ersten mal, seit langem, hast du Angst. Angst davor, wie gerade diese drei Personen dir gegenüber reagieren und am meisten fürchtest du deine Tochter. *ein Kichern ist zu hören* Der große Charls hat die meiste Angst vor seiner Tochter. Bei den Valar. Du bist echt krank im Kopf!”

Charls: “Ja! Dank dir, bin ich es! Hör auf mir immer sowas vor zu werfen und helf mir lieber, einen Ausweg aus dieser Miessere zu finden!”

“Nö, dafür bin ich nicht zuständig. Ich soll dich nur Quälen und dir immer und immer wieder deine Fehler vor Augen führen und dies mach ich mit einem Vergnügen, das ahnst du nicht.”

Charls: “Das brauch ich nicht zu ahnen, ich weiß es.”

“Denk mal drüber nach. Vielleicht solltest du wirklich mal wieder diese gegend verlassen und was gutes tun. Nur für ein paar Monate. Nur so lange, bis Gras drüber gewachsen ist. Hast du den Mut dazu?”

Charls: “Hör auf damit! Ich weiß das ich ein schlechter Mensch bin! Also erinner mich nicht jedes mal dran!”

Er klopft seine Pfeife aus und verschwindet in die Nacht. Jeder der ihn sehen kann, wird feststellen, das er mit ruhigen und langsamen Schritten, in richtung des Hauses, von Celiece geht.

This entry was posted on Montag, Juni 27th, 2011 at 22:20 and is filed under Charls Erodwyen. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

One comment

Tarona
 1 

hmrpf . Die ist doch in Bruchtal
aber wie immer toll dieses Zwiegespräch

Juni 27th, 2011 at 22:42

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