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	<title>Das Haus Amarnartha &#187; Kriep</title>
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	<description>Eine Rollenspielsippe auf dem Server Belegaer</description>
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		<title>Aus dem Leben des Kriep&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Aug 2011 14:55:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kriep</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kriep]]></category>

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		<description><![CDATA[<br/>&#8220;I.II. Folgen.&#8221; &#8230; Die Kerzen spendeten seichtes Licht und warfen tanzende Schatten auf die Wände. Im Kamin knackte es, als die Flammen langsam begannen an den Scheiten entlang zu züngeln. Der wohlige Duft und die Wärme des Feuers breitete sich im Raum aus. Er setzte sich wieder an den Tisch und Wärme kroch langsam in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><blockquote><p>&#8220;I.II. Folgen.&#8221;</p></blockquote>
<p>&#8230; Die Kerzen spendeten seichtes Licht und warfen tanzende Schatten auf die Wände.</p>
<p>Im Kamin knackte es, als die Flammen langsam begannen an den Scheiten entlang zu züngeln. Der wohlige Duft und die Wärme des Feuers breitete sich im Raum aus.</p>
<p>Er setzte sich wieder an den Tisch und Wärme kroch langsam in seinen Leib zurück.<span id="more-1350"></span>Er kämpfte ein Gähnen mit der Faust am Mund hinunter und rieb sich die Nasenwurzel. Die Schulter begann nach diesem langen Spaziergang wieder zu schmerzen und er verfluchte erneut die Geschehnisse.</p>
<p>Ein erneutes Gähnen kam auf und er schüttelte den Kopf blinzelnd und rieb sich mit dem Handrücken die Augen.</p>
<p>Er wiegte den Kopf hin und her und rieb sich den Nacken. Müdigkeit griff nach ihm. Aber er wollte noch nicht zu Bett gehen. Erst musste er den Ausweg finden. Grübelnd saß er  am Tisch. Was sollte er nun tun, war die Frage, die er diese Nacht sich selbst beantworten würde.</p>
<p>Das beruhigende Knistern des Feuers und die tanzenden Schatten an der Wand machten es nicht einfacher. Es dauerte nicht lang bis er  Mühe hatte die Augen offen zu halten, das Kinn wollte ihm immer wieder auf die Brust fallen.</p>
<p>Er rieb sich ungläubig die Stirn und erhob sich langsam und schwerfällig, stützte sich mit der Hand an der Tischkante ab und seine Nasenflügel weiteten sich ein wenig, als ein ihm unbekannter, kaum merklicher Duft an die Nase drang.</p>
<p>Er griff sich den Dolch, und taumelte leicht, als er wieder angespannt und das Messer im Anschlag, durch die Räume schritt.</p>
<p>Er ließ den Arm wieder baumeln als er dem Geruch keine Quelle zuordnen konnte, und sich auch niemand im Raum befand, erschöpft lehnte er sich an den Türrahmen, atmete tief durch und stieß sich wieder ab, schwankte dann schon müde zum Tisch zurück, legte den Dolch ab und stütze sich wieder an der Tischkante.</p>
<p>Seine Augenlider begannen nun schon zu flattern. Er wunderte sich über diese Müdigkeit, hatte er seinen Körper doch daran gewöhnt auf ihn zu gehorchen.</p>
<p>Sein Arm knickte ein, er kippte vornüber auf den Tisch, griff ziellos nach einem Halt, als sein Körper seitlich vom Tisch hinabrutschte. Rücklings schlug er auf dem Boden auf.</p>
<p>Sein Kopf bog sich in den Nacken ehe die Augen zufielen und seine Atmung ruhiger wurde&#8230;</p>
<p><strong>Der Nacht ergraute in ihrer kältesten Stunde, der Morgendunst schleicht sanft um das Haus. Niemand ist darin. Alles ist unverändert. Nur die flexible Rüstung und seine Waffen fehlen, auch unter der Bodenklappe finden sich nur noch Kohlezeichnungen von verschiedenen Menschen aus Bree.</strong></p>
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		<title>Aus dem Leben des Kriep&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Aug 2011 21:29:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kriep</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kriep]]></category>

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		<description><![CDATA[<br/>&#8220;I.I. Fehler.&#8221; Wieder einer dieser Tage die er so liebte.  Ein nebelverhangener, kalter und regnerischer Vormittag. Niemand scherte sich an solchen Tagen um einen Kapuzierten der sich dick in Stoff hüllte und das Gesicht, scheinbar zum Schutz vor den Tropfen, verbarg&#8230; Sein Arm ruhte noch immer in einer Armschlinge, und er erholte sich nur langsam [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><blockquote><p>&#8220;I.I. Fehler.&#8221;</p></blockquote>
<p>Wieder einer dieser Tage die er so liebte.  Ein nebelverhangener, kalter und regnerischer Vormittag. Niemand scherte sich an solchen Tagen um einen Kapuzierten der sich dick in Stoff hüllte und das Gesicht, scheinbar zum Schutz vor den Tropfen, verbarg&#8230;<span id="more-1344"></span></p>
<p>Sein Arm ruhte noch immer in einer Armschlinge, und er erholte sich nur langsam von der Schulterverletzung. Nicht einmal sie anzuheben vermochte er, geschwiege denn die Finger zu bewegen.Er saß in seinem Haus, holte aus seinem Bodebversteck seine alten Aufzeichnungnen hinaus und ging sie am Tisch durch. Er wischte sie nach kurzer Zeit zornig vom Tisch, es brachte alles nichts.</p>
<p>Diese Unfähigkeit erzürnte ihn unermesslich. Er konnte nichts tun, weder in den Außendienst gehen, noch sich normal umhören. Zum einen, niemand würde ihm seiner alten Tarnung als Schneider glauben schenken wenn er mit einer Schwertverletzung auftauchte, und zum anderen war es nun sowieso gefährlicher.</p>
<p>Er tat also das was möglich war, er saß still da, starrte aus dem Fenster und  sinnte über alles und dachte zurück..</p>
<p><em>Er war nicht mehr länger der unscheinbare Stallbursche.</em></p>
<p><em>Irgendetwas war schief gelaufen&#8230;</em></p>
<p><em>Er hatte einen Fehler gemacht, der noch mehr mit sich zog. Er hatte sich in eine Sache hineingehangen, die ihm völlig egal war. So wie ihm jeder andere auch egal war. Aber es ging um die Arbeit die er so liebte. </em></p>
<p><em>Eine bedrückende Stille und ein seltsames Schweigen hatte sich sanft auf die Siedlung niedergelassen. Nichts für ihn, war es noch nie gewesen. Also warum sich nicht nebenher beschäftigen.<br />
</em></p>
<p><em>Es sollte alles leicht sein, schlicht einen Kontakt knüpfen und Informationen herrausfinden. Ein Kinderspiel..Und er schlug ein.<br />
</em></p>
<p><em>Er konnte nicht ahnen was dieser Narr für eine Vergangenheit hatte, und vorallem was für Feinde aus dieser stammen und es kam wie es kommen musste, die Verbindung stand, seine Feinde sollten auch seine sein, und wurden es.</em></p>
<p><em>Und nun..jeder aus der Stadtwache, mit Zugang zu den Akten wusste seinen richtigen Namen, sein Aussehen und wo man ihn erreichen kann. Keine Wache ist unbestechlich wenn genug Geld im Spiel ist. Er wusste wie es mit der Ehre stand, er hatte es erlebt, bloßes Geschwätz, nur Taten sprechen, so wie das Zeichen auf seinen Lippen. </em></p>
<p><em>Sollte jemand bestrebt sein ihn zu finden würde es gelingen. Nur eine Frage der Zeit und wer die Gelegenheit erkennen und nutzen würde.<br />
</em></p>
<p>Er griff nach einer Flasche und befüllte sich den Becher und leerte ihn rasch und starrte weiter hinaus.</p>
<p><em>Zudem die Frau! Er war unvorsichtig, nichts verlief wie es verlaufen sollte. Alles. </em></p>
<p><em>Er hätte sie töten sollen als er noch konnte und ihr nicht hilflos vor Liebe ausgeliefert war. Sie machte ihn schwach, hatte Macht über ihn. </em></p>
<p><em>So wie dereinst Katze, doch bei ihr war es Anselm, der ihn warnte, vor den Frauen und der Kraft die sie über einen Mann erlangen können. Also hatte Kriep sie getötet, bevor ihre Macht über ihn zu groß wurde und war wieder frei.</em></p>
<p><em>Anders als jetzt. Er war sogar so schwach das er es, nach dem er sie aus Sorge fortschickte, ohne sie nicht aushielt und sie wieder aufsuchte. Trotz der ständigen Gefahr die ihn umgibt. Auch   sie hatte sich als Beweis das Zeichen gesetzt, würde zu ihm stehen und er glaubte ihr, würde ihr immer glauben.</em></p>
<p>Er befüllte den Becher erneut und leerte ihn rasch, raffte die Unterlagen vom Boden auf und verstaute sie wieder in der verborgenen Bodenklappe unter dem Läufer. Danach lief er zum Tisch zurück und nahm einen letzten Schluck aus der Flasche und warf sich dann den Umhang um und ging hinaus, er wollte den Regen und den Tag genießen ehe er wieder mit grundlosem Sonnenschein verdorben wird.</p>
<p><em>Alles ist schief gelaufen.</em> <em>Er erinnerte sich an einen Satz Kunos</em>: <em>&#8220;Es gibt immer einen Ausweg!&#8221;<br />
</em></p>
<p>Er lief los und erst als es bereits dunkelte kehrte er wieder um,  erreichte dann sein Haus erst spät in der Nacht, erschöpft und müde und dennoch aufmerksam und angespannt die Umgebung mit dem Blick absuchend, als erwarte er das Knarren einer Bogensehne, eine im Mondlicht glänzende Klinge die auf ihn zukommt. Er würde notfalls mit einer Hand versuchen zu töten.</p>
<p>Doch nichts. Die Tür noch immer verriegelt. Zirpende Grillen.</p>
<p>Er betrat den Raum und lauschte angestrengt hinein. Ruhe, nur die Glut im Kamin knisterte dann und wann leise. Als er dann die Räume durchschritt und sich vergewissert hatte das alles beim alten ist, warf er den Umhang über die Stuhllehne. Ihm war wie so oft kalt und legte einige Scheite in den Kamin nach, entzündete an der Glut einen Span und entfachte nach und nach die Kerzen des Hauses&#8230;</p>
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		<title>Aus dem Leben des Kriep XI</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 12:05:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kriep</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kriep]]></category>

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		<description><![CDATA[<br/>&#8220;II. Nahkampf&#8220; Er wurde, als er auch von einem Bottich eiskalten Wassers auf dem Körper nicht erwachte, zurück ins Lager getragen, und dort auf seine Zeltrolle gelegt. Erst nach einer Woche hatte er sich in soweit erholt, das er wieder am Training teilnehmen konnte. Ein nebliger Tag durchzogen von feucht kalten Brisen, die getrieben von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><blockquote><p>&#8220;<strong>II. Nahkampf</strong>&#8220;</p></blockquote>
<p>Er wurde, als er auch von einem Bottich eiskalten Wassers auf dem Körper nicht erwachte, zurück ins Lager getragen, und dort auf seine Zeltrolle gelegt. Erst nach einer Woche hatte er sich in soweit erholt, das er wieder am Training teilnehmen konnte.<span id="more-1298"></span></p>
<p>Ein nebliger Tag durchzogen von feucht kalten Brisen, die getrieben von einem kühlen Nordwind ihre klamme Spur auf den Kleidern hinterließen. Der Wald roch nach Regen und hier und da hörte man eine Krähe krächzen.</p>
<p>Es lief wie gewohnt gleich, Anselm nahm sich die Schausteller und führte sie wieder auf die Lichtung. Diesmal gingen aber auch die zwei Trommlerzwillinge mit die nun ebenfalls sechszehn Lenze erlebt haben mussten. Sie waren die einzigen aus dem Zug die ihm schelmisch grinsend ihren Namen genannt hatten. Salh und Halh. Sie waren ähnlich wie Kriep gebaut, doch zeigte sich bei ihnen, das sie schon weit aus länger diesem Zug angehörten.</p>
<p>Dort stellte er dann Gruppen zusammen aber das die Zwillinge mitkamen war sonderlich Anselm hatte sicher etwas vor.</p>
<p>Er erhob die Stimme und sagte in seiner eisigen Stimme:</p>
<p>„Also gut, ihr habt soweit ganz gut gelernt, vieles jedoch nicht alles, und das werdet ihr auch nie.“</p>
<p>Er sah dann berechnend in ihre Gesichter.</p>
<p>„Ihr kennt die Grundlagen, der Rest liegt bei jedem selbst wie hart er trainiert, und wie geschickt er sich darin zeigt.“</p>
<p>Er schritt die formlose Reihe der nun sieben Jungen und fünf Mädchen ab. Es ging zumeist zwei schwächere gegen einen Starken, so das wieder beide Seiten etwas davon hatten.</p>
<p>Bei Geier, der einer der ältesten unter ihnen war, mit seinen vermutlich zwanzig Lenzen, blieb er stehen und sah nach einander zu Katze und Schlange, die eine ebenso schöne wie blutrünstige junge Frau war, und daraufhin verächtlich zu Geier sah. Der beantwortete den Blick mit einem siegessicheren Grinsen. Anselm sagte leise:</p>
<p>„Ihr drei!“</p>
<p>Dann schritt er zu Bär, bei dem nicht schwer zu erraten war, warum er so hieß, schon mit seinen achtzehn Sommern überragte er einen jeden im Zug, und maß auch nicht weniger in der Breite als ein massiver Schrank.</p>
<p>Anselm sah ihn sich genau an und ließ ihn ein paar Schläge in die Luft führen, dann nickte er und rief grinsend die Zwillinge zu sich:</p>
<p>„Na dann versucht euch mal am Bär ihr Schelme!“</p>
<p>Die beiden nickten grinsend und sahen sich dann kurz noch breiter grinsend an. Bär schaute sie von oben herab an und lachte dann. „Na das wird ja schnell gehen“ Und die Zwillinge stimmten lautin das Lachen ein und Salh rief dann:</p>
<p>„Allerdings!“</p>
<p>Dann schritt Anselm zu Kriep:</p>
<p>„Hase du wirst heute allein kämpfen, gegen dich, Spinne und Barghest!“</p>
<p>Spinne, eine feingliedrige junge Frau etwas älter als Kriep, die aber deswegen keinesfalls zu unterschätzen war, zeigte keine Reaktion, Barghest dagegen, der von seinen Gesichtszügen her, dem Tier verblüffend glich, schien sich offen zu freuen gegen ihn antreten zu können, das letzte mal, als sie einzeln gegeneinander kämpften endete das für ihn mit einer gebrochenen Nase und einem zugeschwollenem Gesicht, Kriep erlitt das gleiche doch hielt er sich länger auf den Beinen.</p>
<p>Kriep nickte ausdruckslos, aber das tat er immer obwohl ihm das Herz bis zum Halse schlug und er sich am liebsten übergeben hätte vor Aufregung und Angst. Anselm hatte ihm es damals angesehen und ihm in einer ruhigen Minute eisig gesagt:</p>
<p>„Was du da fühlst das ist gut, nützlich&#8230;.ja fast schon zwingend, laut Kuno waren die Studien deines Meisters der Tiere und ihrem Verhalten gedacht, also müsstest du es kennen, von einem verängstigten Hasen, ist dieser nicht flinker als sonst, wenn der Jäger ihm nachsetzt?“</p>
<p>Kriep verstand und hatte es schon vorher begriffen. Er verscheuchte die Gedanken und konzentrierte sich nun. Die restlichen (zwei Mädchen und ein Junge) sollten zusehen und genau beobachten. Anselm sagte dann wissend grinsend und nickte den Zwillingen zu:</p>
<p>„Wir beginnen mit dem kürzesten und lehrreichsten Kampfe.&#8221;</p>
<p>Alle stellten sich in einem weiten Kreis um sie, die Zwillinge standen nah beieinander und ließen die Köpfe hängen und verharrten so.</p>
<p><em>Bär wurde dann ungeduldig und stürzte sich in schnellen mächtigen Bewegungen auf Halh. Der hob grinsend den Kopf, als Bär seinen schweren aber doch flinken Fuß hob und seine Sohle in Richtung Halhs Gesicht sausen ließ. </em></p>
<p><em>Salh zuckte in dem Moment auf, dreht sich einmal um die eigene Achse und trat aus der Bewegung seitlich in Bärs Knie. Der presste ungläubig die Kiefer zusammen ob der blitzartigen Bewegung und verzog schmerzhaft das Gesicht. Der Tritt war schnell, lenkte ihn an Halh vorbei und drehte Bär seitlich. </em></p>
<p><em>Halh holte in dem Augenblick schon zu einem tiefen Tritt aus der blitzartig in der Kniekehle landete und Bär einknicken ließ. </em></p>
<p><em>Währenddessen hatte sich Salh leicht gehockt und ließ nun zwei rasche Schläge auf die Nieren einprasseln, Halh dagegen schlug zeitgleich zwei mal rasch auf die breite Schläfe des Bären. Salh sprang dann in die hingehaltenen Hände von Halh und der riss ihn hoch.</em></p>
<p><em> Er flog hoch und formte die Faust in der kurzen Flugzeit und ließ sie klatschend im Nacken des Bären landen der daraufhin reglos zusammensank und liegen blieb. </em></p>
<p>Die blonden Zwillinge standen sich nun gegenüber und grinsten breit und schienen keines Falls angestrengt oder erschöpft.</p>
<p>Man las  in den Umstehenden Gesichtern pures Erstaunen über ihre Gewandtheit und Zusammenarbeit. Anselm lächelte in die Runde und schnaubte kurz belustigt. Sie würden viel von ihnen lernen.</p>
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		<title>Aus dem Leben des Kriep XI</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Jun 2011 14:19:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kriep</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kriep]]></category>

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		<description><![CDATA[<br/>&#8220;I. Die Fluchtübung&#8221; Ein regnerischer und stürmischer Tag im Herbst. Drei Jahre nach der Neugeburt. Kriep musste unweigerlich kalt grinsen als er den Wagen zur Rast zum Waldrand fuhr und den Umhang tiefer in das geschundene Gesicht zog. Kriep war gereift, , immer noch schmächtig doch der Körper gestählt durch die Anhaltenden Belastungen des Trainings [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><blockquote><p>&#8220;I. Die Fluchtübung&#8221;</p></blockquote>
<p>Ein regnerischer und stürmischer Tag im Herbst. Drei Jahre nach der Neugeburt. Kriep musste unweigerlich kalt grinsen als er den Wagen zur Rast zum Waldrand fuhr und den Umhang tiefer in das geschundene Gesicht zog.<span id="more-1290"></span></p>
<p>Kriep war gereift, , immer noch schmächtig doch der Körper gestählt durch die Anhaltenden Belastungen des Trainings jeder Muskel den er besaß war aufs letzte gereizt. Er war noch ein Stück gewachsen sodass er nun an den Durchschnitt reichte, aber in Kleidung immer noch unscheinbar.</p>
<p>So waren sie nun drei Jahre gereist und hatten kaum anderes gesehen als weite Wälder und Ebenen, hier und da ein Gehöft, oder eine kleine Siedlung. Wo genau sie waren vermochte Kriep nicht zu sagen&#8230;. Jetzt würde das alte Spiel beginnen.</p>
<p>„Hase!“  riss Anselms Stimme ihn aus den Gedanken.</p>
<p>Kriep nickte und sprang vom Wagen und half dann die langen ein Mann Zeltbahnen aus der Kutsche zu holen.</p>
<p>Anselm nannte jeden einzelnen der Schausteller nach Tieren und einer Eigenschaft die sie prägte.</p>
<p>Kuno dagegen nannte die Spielmänner und Frauen nach Bäumen und Viola ihre Mädchen nach Farben.</p>
<p>Alles lief wie immer, die die nicht in den Wagen schliefen bauten ihre Zelte auf, und sie sammelten sich am Hauptwagen. Anselm ging dann voran in den Wald bis eine größere Lichtung in Sicht war, Kunos und Violas Leute blieben im Lager, Kriep konnte noch nicht ahnen was sie dort taten.</p>
<p>Nach kurzer Zeit erreichten sie dann eine Lichtung und stellten sich in einer Reihe auf Richtung tiefer Wald und legten ihre Regenumhänge ab. Auf einen Pfiff hin stürzten sie alle geradeaus los und sprinteten nach Leibeskräften voran.</p>
<p>Kriep presste die Kiefer übereinander, im Unterholz schlugen ihm Zweige ins Gesicht, wie tausende Peitschen und hinterließen zarte und brennende Striemen.</p>
<p>Die Fluchtübung. Es galt den Punkt den der Älteste von ihnen bestimmte zu erreichen und dann wieder zurück zu Anselm zu sprinten. Kriep warf einen kleinen Blick nach links und sah Geier neben sich auftauchen, die Miene verbissen. Ein wütender Blick kam zurück.</p>
<p>Die kurze Unaufmerksamkeit, ließ ihn die Wurzel vor ihm nicht sehen und brachte ihn beinahe zu Fall, er schaffte es noch den Sturz mit einer Rolle abzufedern und sogleich wieder  auf den Beinen zu sein und unter Schmerzen im Fuß weiter zu rennen.</p>
<p>Er keuchte schwer, der Regen verschleierte leicht die sicht in die Ferne was das planen um einiges schwieriger machte.</p>
<p>Aus dem Augenwinkel sah er nun das Mädchen das ihn am ersten Tag mit dem Messer in Schach hielt.</p>
<p>Katze,  sie war seine ärgste Rivalin beim Training, gegenseitig wollten sie sich immer überbieten und dem anderen nichts schenken.</p>
<p>Ihre Züge waren zumeist von eiserner beherrschtheit und kälte, aber ihr Körper hatte sich ebenfalls in die einer drahtigen Frau  entwickelt. Nass klebten ihr die tiefbraunen Haare im Gesicht und eine leichte röte zog bei der Anstrengung auf ihre Wangen. Er konnte ihr böses lächeln erkennen und es machte ihn nur  zorniger und spornte ihn an.</p>
<p>Ein Pfiff erklang, das Zeichen zum Wenden.</p>
<p>Jetzt ging es erst richtig los.</p>
<p>Anselm bestimmte, bevor der  Lauf begann eine Hälfte zu Häschern, sobald der Pfiff erklang suchten sie sich die nächstlaufenden aus und versuchten sie zu fangen und/oder bewusstlos zu schlagen. So hatten beide Seiten etwas davon die Häscher sollten lernen jemanden zu fangen, und die Flüchtenden das entkommen.</p>
<p>Es war alles erlaubt. Und Kriep befürchtete da er kein Häscher war das sie eine war und Geier am Ende auch noch.</p>
<p>Beim Pfiff  sprang er ab und landete mit einem Fuß seitlich am Baum und stieß sich kraftvoll daran ab in der Luft sich halb drehend. Ein Blick in die entschlossene Miene von ihr verriet ihm das sie tatsächlich eine Häscherin war.</p>
<p>Er grinste nun auch böse und landete sicher auf dem Laub. Er rutschte ein Stück auf dem schmierigen Boden und stütze sich schlitternd mit einer Hand darauf ab und sprintete los.</p>
<p>Sie tat es ihm gleich mit dem Unterschied, das sie vom ersten Baumansatz zu einem anderen sprang und sich schon von dort abstieß, und sie war ihm bald dicht auf.</p>
<p>Er atmete stoßweise aber kontrolliert so wie Anselm es ihnen beibrachte, das Gesicht angespannt, die Zähne fest zusammengebissen.</p>
<p>Eine ziemlich tiefe und breite Mulde an die zehn schritt lang tat sich vor ihm auf, Zeit zum Nachdenken blieb nicht, er sah einen umgestürzten Baum am Rand, sprang darauf und stieß sich mit dem rechten Fuß davon ab, seine Arme ruderten wild in der Luft und sein Körper nahm die Haltung ein um sich beim Aufprall abzurollen. Durch den weiten Absprung fiel er nun an die fünf Schritt tief.</p>
<p>Zu allem übel lauerte ein Dornenbusch am Boden auf ihn, schmerzhaft gruben sich die scharfen Dornen in sein Fleisch, und ein reißendes Geräusch drang an seine Ohren als seine Oberkleidung nahezu in Fetzen von seinem Oberkörper glitt und nur noch am Gürtel der Hose überhing.</p>
<p>Tiefe Kratzer verteilt über den sehnigen Körper entblößten sich. Er schaffte es, sich einigermaßen schnell aufzurappeln und die Mulde hinaufzusprinten, als er den Kamm erreichte und sich von einem Baumstumpf abstieß bemerkte er zu spät den heranschießenden Körper von rechts. Er wurde mitten im Flug von einer Schulter hart am Brustkorb getroffen und schleuderte unter einem schmerzhaften Schrei durch die Luft und landete schlitternd auf dem Laub. Es war Geier der einen kurzen Blick mit Katze tauschte und dann weiter hetzte.</p>
<p>Die kam wie eben eine Katze auf ihn zu gewetzt, Kriep stemmte sich mühevoll auf die Ellbogen, sie holte mit vollem Schwung das Bein aus und schwang  es mit voller Wucht. Mit dem Innenriss traf sie Kriep auf den Wangenknochen.</p>
<p>Kurz war es ihm Schwarz vor Augen und er starrte ungläubig liegend in den Himmel vor bei an den Baumkronen, er spürte die kalten Regentropfen im Gesicht. Dann besann er sich wieder, rollte sich zur Seite und sprang auf die Beine. Ein Fuß war bei weitem nicht das schlimmste was ihn hätte treffen können, dachte er grimmig.</p>
<p>Sie setzte ihm nach und schlug dabei zwei Haken, Kriep erkannte und reagierte, sie wollte ihn in die Seite treffen, zum straucheln bringen und dann mit einem Wurf niederzwingen. Wie erwartet  holte sie zu einem Seitenhieb aus als sie Nahe genug war, Kriep riss blitzartig sein Knie in Richtung des Schlagarms und traf sie hart, was den Schlag an ihm vorbeigleiten ließ.</p>
<p>Er nutzte das um zu ihr zwei schnelle Schläge ins Gesicht zu drücken, blutspuckend wurde sie vom ersten getroffen wich aber beim zweiten rasch zurück und drehte sich dann duckend um die eigene Achse auf ihn zu, den Ellbogen voran und erwischte Kriep so in die Rippen der Seite und ließ ihn niederfahren, sie sprang sofort auf ihn, wickelte gelenk die Beine um ihn und schlug ihm mit dem Ellbogen genau auf die Mitte der Stirn.</p>
<p>Er ließ benommen die Arme zur Seite fallen. Er sah nur verschwommen ihren seltsamen Gesichtsausdruck, und spürte kurze Zeit später ihre kalten Lippen auf seinen, sein Körper reagierte trotz der Schmerzen und neu Kräfte vom Verlangen gedrängt erwachten in ihm. Sie liebten sich wild und schnell in ihrer Jugendhaften unerfahrenheit.</p>
<p>Er empfand dabei Hass und Zorn und fand nichts schönes daran. Sie war ihm egal und er ihr sicher  noch mehr.</p>
<p>Als sie sich danach schweigend giftige Blicke zuwarfen, stürzte sie sich dann wieder auf ihn landete einen blitzschnellen Schlag auf seine Schläfe, es war vorbei er konnte nicht mehr und ergab sich den Schmerzen und fiel in Ohnmacht.</p>
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		<title>Aus dem Leben des Kriep X</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Jun 2011 19:06:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kriep</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kriep]]></category>

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		<description><![CDATA[<br/>&#8220;Kalt wie Stein musst du sein&#8221; Eine gefühlte Ewigkeit schwebte er im namenlosen Nichts, doch waren es nun die sanften Lippen einer Frau die auf den seinen lagen und ihm stoßweise wieder Leben einhauchten. Seine Augen rissen sich wie von selbst auf und er sah in einem winzigen Augenblick das wunderschöne und sanft geschnittene Gesicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><blockquote><p>&#8220;Kalt wie Stein musst du sein&#8221;</p></blockquote>
<p>Eine gefühlte Ewigkeit schwebte er im namenlosen Nichts, doch waren es nun die sanften Lippen einer Frau die auf den seinen lagen und ihm stoßweise wieder Leben einhauchten.<span id="more-1245"></span></p>
<p>Seine Augen rissen sich wie von selbst auf und er sah in einem winzigen Augenblick das wunderschöne und sanft geschnittene Gesicht der  Frau, die wahrscheinlich die Wanderhuren anführte.</p>
<p>Er rollte sich zur Seite und spie Wasser aus. Es war immer noch Nacht, aber sanfter Lichtschein vom Feuer durchdrang die Schwärze der Nacht. Als er sich seiner Sinne wieder gewahr wurde, blickte er, schwach am Boden liegend in die umstehenden Gesichter.</p>
<p>Anselm der ernst drein blickte, Kuno der wie es schien immer lächelte oder grinste, die Arme verschränkt vor Brust, und Viola &#8211; deren  Namen er erst später  erfahren sollte- die ihn eingehend musterte und seine Atmung beobachtete.</p>
<p>Doch alle, so konnte er erkennen hatten einen leichten Anflug von Zufriedenheit im Gesicht.</p>
<p>„Was ist geschehen?“ fragte er mit brüchiger und kratziger Stimme und noch leicht benommen.</p>
<p>„Du wurdest geprüft, Kriep. Ich war es der dich unter Wasser hielt.“ antwortete Anselm ohne Anzeichen einer Regung im Gesicht, nur das folgende Schweigen verriet, das er etwas erwartete.</p>
<p>Kiep sah ihn an, direkt in die Augen, kein Beklemmendes Gefühl, keine Furcht vor dem kalten Blick. Stattdessen fühlte er selbst Eiseskälte in sich aufkeimen, Leben in seine Körper zurückkehren und lächelte ihn an.</p>
<p>„Und habe ich bestanden?“</p>
<p>Auf Anselms Gesicht zeichnete sich nun ebenfalls ein lächeln ab, Kuno lachte amüsiert und Viola sah ihn mit einem undeutbaren Blick an.</p>
<p>„Wie ich mir dachte, ich sahs in deinen Augen, du wurdest geboren zu sein wie wir, der Schatten ist dir lieber als die Sonne.“ stellte Anselm zufrieden fest und nickte leicht&#8230;</p>
<p>„Du wurdest heute neu geboren, nichts ist jemals geschehen und nichts wird jemals geschehen, Schweigen ist Gold, und Gold glänzt und ist kalt. Merke es dir! Du hast nun keine Macht mehr über dich zu entscheiden, das obliegt nun uns. Das heißt du wirst mit einer Ausbildung beginnen wie sie ein jeder von den anderen durchlief, danach wirst du, je nach dem wie du dich anstellst, eine besondere Ausbildung erhalten. Der erste Teil wird das Ringen und der gebrauch des Dolches sein. Danach folgt der harte Teil.“</p>
<p>Wieder sah er ihm lange in die Augen; Kuno faltete die Hände hinter dem Kopf und grinste. Viola dagegen schien permanent Krieps Gesicht zu mustern und zu beurteilen.<br />
Anselm ergriff wieder nach einer Pause das Wort und sagte langsam:</p>
<p>„Leg dich nun schlafen, Kriep, morgen wirst du zu einem anderen werden&#8230;und auch dein Name.“</p>
<p>Kriep raffte sich langsam und unter beißendem Schmerz auf, sein rechtes Auge war zu geschwollen, aus der aufgeplatzten Stelle über dem Augen gerann nur langsam das Blut, sein Brustkorb schmerzte beim Luft holen. Er schleppte sich –um einen normalen Gang bemüht- zu einer Feuerstelle unweit des Wagens der Geheimnisse barg, dort fand er das Mädchen das ihn stets bewachte schlafend in einen Mantel gewickelt.</p>
<p>Selbst so im Schlaf hatte sie unwahrscheinlich harte und beherrscht wirkende Züge, welche die schöne Form der Augen umspielten.</p>
<p>Kriep legte sich auf die andere Seite des Feuers und versank bald in seinen Gedanken.<br />
Sie wollten seine Treue und sein Schweigen, sie hatten es, nichts würde ihn brechen, niemand würde jemals wieder so schnell wie es Kuno gelang, wissen über ihn erlangen, er würde entscheiden was jemand über sich wissen durfte. Er würde einen Beweis bringen für sie und vor allem für sich selbst.</p>
<p>Ja&#8230;.ein Zeichen setzen&#8230; Kalt wie Stein werde ich sein, und glänzen wie Gold&#8230;Bei diesem Gedanken versank er in einen traumlosen Schlaf.</p>
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		<title>Aus dem Leben des Kriep IX</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Jun 2011 15:29:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kriep</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kriep]]></category>

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		<description><![CDATA[<br/>&#8220;Die Peinliche Befragung&#8221; Kriep erwachte von Geräuschen der Geschäftigkeit im Morgengrauen, die Pferde und Ochsen wurden eingespannt und die Feuerstellen die nur noch glommen zertreten. Er sah Kuno der in der Nacht wieder eingetroffen sein musste. Als alles zum Aufbruch bereit war winkte Anselm, der das große Gespann lenkte, ihn zu sich und sagte: „Komm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><blockquote><p>&#8220;Die Peinliche Befragung&#8221;</p></blockquote>
<p>Kriep erwachte von Geräuschen der Geschäftigkeit im Morgengrauen, die Pferde und Ochsen wurden eingespannt und die Feuerstellen die nur noch glommen zertreten. Er sah Kuno der in der Nacht wieder eingetroffen sein musste.<span id="more-1227"></span></p>
<p>Als alles zum Aufbruch bereit war winkte Anselm, der das große Gespann lenkte, ihn zu sich und sagte:</p>
<p>„Komm hinauf“</p>
<p>Kriep gehorchte und setzte sich neben ihn. Das Mädchen lief nebenher und sagte kein Wort.</p>
<p>Anselm zog an den Zügeln und der Wagen setzte sich in Schrittgeschwindigkeit in Bewegung. Ohne Kriep anzusehen, sagte er dann:</p>
<p>„Ich glaube ich habe Verwendung für dich, du kannst mit uns kommen, du wirst von mir alles lernen, um dich zum Schauspieler zu machen.“</p>
<p>Kriep nickte und sagte leise „Danke, Herr, das ist zu gütig.“</p>
<p>„Aber vorerst werde ich dir etwas erzählen, hör gut zu!“</p>
<p>Kriep nickte nur und sah zu ihm rüber, und Anselm begann ohne Regungen im Gesicht zu erzählen:</p>
<p>„Kriep, Lehrbursche des vor kurzem gestorbenen Wedegor Braunvlies, Sohn der schönsten Hure der Stadt. Du glaubst wir sind ein Zug von Gauklern, Spielmännern, Wanderhuren und Schauspielern, aber das sind wir nicht, das ist nur Tarnung. In Wirklichkeit kann man uns anheuern, für Dienste die nicht aufgeklärt werden sollen, wir lassen jemanden, den ein anderer los werden will verschwinden, beschaffen Dinge die einer besitzt und ein anderer aber haben will, und finden Dinge über jemanden heraus die ein anderer wissen will&#8230;.wenn der Preis stimmt. Zum Beispiel habe ich bei unserem Besuch in Bree, einen reichen Händler um einen goldenen wertvollen Kelch erleichtert den ein anderer unbedingt haben wollte. Es war ein Sammler wertvoller Dinge aus Bree, er lebt im Gasthaus der Stadt.“</p>
<p>Dann schwieg er und sah Kriep in die Augen, er schluckte schwer hielt dem Blick stand und schwieg ebenfalls.</p>
<p>Dann blickte Anselm wieder nach vorn auf den Weg. Kriep dachte nach, Kuno musste zurück nach Bree geritten sein und alles über ihn erfahren haben, entweder war er gut oder es war wirklich nicht schwer etwas über ihn rauszufinden, er hielt sich selbst immer schon für unscheinbar und liebte es schließlich sich in Umhänge zuhüllen die alles verbargen und wollte auf keinen Fall auffallen. Den Rest des Tages fuhren sie schweigend und Anselm blickte düster vor sich hin, nur wenn ein Reisender ihnen entgegen kam erhellte sich seine Miene sofort und schleuderte dem reisenden frohe Worte des Grußes entgegen.</p>
<p>Niemand sprach auch nur ein Wort mit ihm, sie sahen ihn nicht mal an. Als der Abend dämmerte hielten sie und hüllten sich gleich darauf in Decken und Mäntel und schienen sofort zu schlafen, Kriep tat es ihnen gleich und schlief dann grübelnd irgendwann ein.</p>
<p>Er erwachte als er einen Faustschlag ins Gesicht bekam und sofort darauf einen kleinen Sack über den Kopf  gestülpt bekam, durch den Schlag halb bewusstlos wehrte er sich nicht und merkte wie sein Blut im Rinnsal aus seiner linken Augenbraue lief, sofort folgte ein schmerzhafter Schlag direkt in die Mitte seines Brustkorbes und er merkte bevor sein Bewusstsein komplett schwand wie er von starken armen auf die Schulter gehievt wurde.</p>
<p>Kurze Zeit später erwachte er geplagt von Schmerzen und das Atmen fiel ihm schwer. Die Hände auf dem Rücken stramm gefesselt, so dass sich das Seil ins Fleisch schnitt, auch die Füße waren auf diese Art gebunden.</p>
<p>Der Sack war ihm vom Kopf genommen worden und stattdessen trug er eine fest verschnürte Binde um die Augen.</p>
<p>Er spürte unter sich Holzboden und kein Lüftchen ging. Eine Stimme die er nicht kannte sagte voller Zorn und gepresst:</p>
<p>„Wo ist mein Kelch?!“</p>
<p>Kriep antwortete nicht sondern wand sich voller Furcht auf dem Boden. Die Stimme befahl kalt:</p>
<p>„Anfangen!“</p>
<p>Er spürte wie er an den Haaren schmerzvoll raufgezogen wurde und kurz darauf seinen Kopf Unterwasser wiederfand. Die Kälte schmerzte und er strampelte panisch. Er wurde nach schier endloser Zeit wieder raufgezogen und prustete Wasser aus.</p>
<p>Wieder die Stimme:</p>
<p>„Wo ist mein Kelch?!“</p>
<p>Kriep schrie panisch:  „Ich weiß nichts von einem Kelch!“</p>
<p>Er hörte schwere Schritte zornig auf ihn zu kommen und spürte danach einen Tritt in den Magen, er erbrach sich trocken auf den Boden und wurde wieder unter getaucht. In seinen Ohren pochte das Blut heftig. Sein ganzes Leben schoss an ihm vorbei und erkannte das er nur eine Chance hatte, und das war Anselm. Die Prozedur wiederholte sich mehrmals bis er kaum noch bei Verstand war. Er würde ihn nicht verraten und wenn er das hier überlebte würde er mit ihnen ziehen und tun was sie taten. Er lächelte Unterwasser und seine Lungen füllten sich&#8230;..ja&#8230;wenn.</p>
<p>Als Kriep sich nicht mehr regte und nur noch in kurzen Abständen zuckte, zog ihn Anselm aus dem Wasser, legte ihn auf den Boden und nickte dem Sprecher zu: Gut gemacht.</p>
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		<title>Aus dem Leben des Kriep VIII</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Jun 2011 13:18:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kriep</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kriep]]></category>

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		<description><![CDATA[<br/>&#8220;Anselm der Puppenspieler&#8221; Kriep erwachte durch das Gerumpel eines Planwagens. Langsam öffnete er die Augen. Auf seinem Hals spürte er die Kälte einer Schneide. Für einen Augenblick sah er sich um. Er lag auf dem Boden des Wagens, der über die holprige Straße polterte. Durch kleine Risse in der Plane, fiel das Sonnenlicht und um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><blockquote><p>&#8220;Anselm der Puppenspieler&#8221;</p></blockquote>
<p>Kriep erwachte durch das Gerumpel eines Planwagens. Langsam öffnete er die Augen. Auf seinem Hals spürte er die Kälte einer Schneide. <span id="more-1224"></span>Für einen Augenblick sah er sich um.</p>
<p>Er lag auf dem Boden des Wagens, der über die holprige Straße polterte. Durch kleine Risse in der Plane, fiel das Sonnenlicht und um hin herum standen einige Fässer und Kisten. Er spürte das er an den Händen gefesselt war.</p>
<p>Dann blickte er in die schönen aber leeren Augen eines Mädchens seines Alters, das er zuvor bei dem Umzug freudig lächelnd und ein Tuch schwingend sah.</p>
<p>Sie war diejenige die ihm die Klinge an den Hals presste. Sie blickte ihn ausdruckslos an und stieß einen kurzen aber lauten pfiff aus.</p>
<p>Der Wagen hielt und Kriep wurde kurze Zeit später von starken Händen aus dem Wagen gezogen und auf den staubigen Boden geschmissen. Kriep begann zu husten und auszuspucken und sich vor Schmerzen zu krümmen. Dann wurde er hoch gezogen und kniete dann gefesselt vor zwei Männern und einer Frau.</p>
<p>Es waren Anselm, Kuno und die schöne Frau die ihn nun mit durchdringenden Blicken ansahen.</p>
<p>Der Weißhaarige ergriff das Wort und sprach mit wohlklingender Stimme zu Kriep:</p>
<p>„Wer bist du, das du dich an uns heranschleichst und uns beobachtest, sprich geschwind und wahr!“</p>
<p>Kriep sah zu Boden und sagte dann leise:</p>
<p>„Man nennt mich Kriep, ich komme aus Bree und will mich euch anschließen. Ich weiß nicht warum ich euch beobachtet habe, verzeiht mir. Ich war mir nicht sicher wie ich an euch herantreten sollte.“</p>
<p>Der gutaussehende Kuno lächelte und verschränkte mit einen Blick auf Anselm die Arme. Der wiederum musterte Kriep mit ausdruckslosen Augen.</p>
<p>„Warum?“</p>
<p>Krieps Gedanken gingen zurück zu den furchtbaren Erinnerungen seines Lebens und seine Augen bekamen einen traurigen Glanz als er lächelnd sagte:</p>
<p>„Ich finde in dieser Stadt kein Glück und will fort.“</p>
<p>Anselm sah ihm mit seinen eisblauen Augen an:</p>
<p>„Ich sah schon damals als wir die Stadt betraten in deinen Augen viel Leid und Unglück, und vor allem sah ich Kälte darin. Und selbst diese Kälte von damals&#8230;“</p>
<p>Er beendete seinen Satz nicht sondern wandte sich um und sagte zu den Umstehenden:</p>
<p>„Wir halten hier und rasten eine Weile, schafft die Wagen ein Stück abseits des Weges“ Er sah dann zu dem Mädchen, das Kriep sah als er erwachte</p>
<p>„Gib ihm was zu essen und löse die Fesseln und weiche dann nicht von seiner Seite!“</p>
<p>Das Mädchen nickte ausdruckslos. Und all die jungem Männer, Jungen, Mädchen und Frauen die er bei dem Umzug sah begannen nun die Wagen zu lenken und hier und da ein Feuer zu entzünden.</p>
<p>Er wurde grob voran geschubst von dem Mädchen und sah noch wie Anselm, Kuno zu sich nickte.</p>
<p>Er wurde von dem Mädchen von den Fesseln befreit und mit monotoner Stimme aufgefordert am Feuer zu sitzen, er tat wie ihm geheißen und sah sich dann um. Er zählte die Menschen die herumstanden und saßen. Er konnte die zwei Trommlerjungs sehen die sich bis auf die kleinste Einzelheit glichen und in seinem Alter sein mussten, sie saßen zusammen mit den anderen Musikern in einem Kreis, er erinnerte sich das drei davon Laute spielten, zwei junge Männer und eine junge Frau. Dann noch jeweils eine Frau und ein Mann die Flöte spielten. Sie alle unterhielten sich lächelnd mit einander.</p>
<p>Die ganzen umherspringenden Jungen und Mädchen die zwischen fünfzehn und zwanzig erlebt haben mussten- er konnte drei Mädchen und fünf Jungen zählen- die bei dem Umzug jonglierten und Feuer spieen, waren nun damit beschäftigt hier und da rumzuliegen und die Pferde und Ochsen zu versorgen.</p>
<p>Er konnte insgesamt fünf Wagen sehen, der größte war der auf dem Kuno und die Musiker beim Umzug standen er musste an die 10 Schritte lang sein und brauchte zwei Ochsen um ihn zu ziehen, er hatte Fenster die mit vorhängen behangen waren. Die restlichen Wagen wurden von Pferden gezogen und waren zwar breit aber nur mit einer Plane bespannt, der in dem er erwachte musste ein Vorratswagen sein, was in den  anderen war konnte er nicht wissen.</p>
<p>Die acht Frauen, die jetzt um die ältere Schöne Frau standen, mussten Huren sein, nahm Kriep an. Anselm sprach mit Kuno, dieser nickte dann, schnappte sich ein Pferd das bereits an einem Baum angebunden war und ritt nach Norden.</p>
<p>Kriep kannte diese Gegend hier nicht aber sie mussten nach Süden gereist sein, mindestens zwanzig Meilen entfernt von Bree.</p>
<p>Anselm trat dann an Kriep heran und setzte sich ihm gegenüber, das Mädchen verschwand und kam kurz darauf wieder und gab ihm ein Stück Brot. Anselm fixierte ihn mit seinen eisblauen Augen und Kriep bekam ein beklemmendes Gefühl.</p>
<p>„Warum sollte ich dich mitnehmen, was kannst du?“</p>
<p>„Ich kann schreiben.“</p>
<p>„Was soll mir das nützen, ich muss schließlich dein Maul unterwegs stopfen.“</p>
<p>„Herr, ich lerne sehr schnell, und essen brauch ich nur wenig.“</p>
<p>Anselm ließ seinen Blick über jede Stelle seines Körpers gleiten und stand dann auf und ging wortlos in den Großen Wagen und schloss die Tür hinter sich.</p>
<p>Als dann langsam der Abend dämmerte legten sich sogut wie alle bequem ans Feuer oder verschwanden in den Wagen. Nur das Mädchen saß die ganze Zeit neben ihn und sagte kein Wort, nur ab und zu traf Kriep ein verächtlicher Blick. Auch als die Nacht kam und er einnickte, schien sie die ganze Zeit wach zu sein.</p>
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		<title>Aus dem Leben des Kriep VII</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Jun 2011 13:23:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kriep</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kriep]]></category>

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		<description><![CDATA[<br/>&#8220;Bree ade&#8221; Kriep hatte sich ein schattiges Plätzchen, das zugleich unauffällig lag, gesucht und wartete nun schon seit mehr als zwei Stunden auf Wedegor der immer etwas später kam aber niemals länger als eine Stunde. Kriep verabscheute Unpünktlichkeit. Aber hier musste etwas nicht stimmen. Er wartete eine weitere Stunde und begab sich dann auf den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><blockquote><p>&#8220;Bree ade&#8221;</p></blockquote>
<p>Kriep hatte sich ein schattiges Plätzchen, das zugleich unauffällig lag, gesucht und wartete nun schon seit mehr als zwei Stunden auf Wedegor der immer etwas später kam aber niemals länger als eine Stunde.<span id="more-1206"></span> Kriep verabscheute Unpünktlichkeit. Aber hier musste etwas nicht stimmen.</p>
<p>Er wartete eine weitere Stunde und begab sich dann auf den Weg zum Gelehrtenarchiv. Unterwegs hörte man überall in Gesprächen nur das eine Thema  , das fahrende Volk. Kriep, der trotz der Sommerwärme seinen Kapuzenumhang trug, schnappte hier und da Gerüchte über Anselm den Puppenspieler, Kuno den Schönen und der geheimnisvollen, bezaubernden Frau auf.</p>
<p>Anselm sei ein Gespenst aus alten Zeiten weil er sich so bewegen konnte und leicht wie eine Feder schien, Kuno ein Maiar  weil er so schön sei und jede Frau sich zu Füßen legen konnte und die Frau, schön wie eine Elbin, nannten sie Hexe, weil auch sie die Männer als auch die Frauen verführen konnte.</p>
<p>&#8230;Ausgemachter Blödsinn, dachte sich Kriep verächtlich. Wenn ihn etwas ärgerte dann das Gerede des Volkes.</p>
<p>Kriep hatte die Eigenart seit an beginn seines Denkens stets zu frieren, ganz gleich welches Wetter war. er trug stets mehrere Schichten von Kleidung und wickelte sich eng in Kapuzenumhänge.</p>
<p>Er lief auf schnellstem Weg zum Gelehrtenarchiv und fragte dort nach Wedegor, doch niemand sah ihn dort. Das war verwunderlich.</p>
<p>Er bahnte sich im Gedränge der Stadt den Weg zum Hurenhaus wo seine Mutter arbeitete. Seine Mutter sah ihn als er das Haus betrat. Wie gewohnt kam sofort der hasserfüllte und eiskalte Blick. Kriep war es gewohnt und sah sie nun genauso kalt an.</p>
<p>Das Haus war so gut wie leer, nur seine Mutter und eine Magd befanden sich darin, seine Mutter saß an dem Ausschank und trank etwas. Die Magd machte mit einem Besen eifrig sauber. Die Luft im Raum erschien ihm anders als gewohnt, frisch und sauber.  Er ging zu ihr hin.</p>
<p>„Hallo Mutter“  sagte er „&#8230;ist Wedegor schon fort?“</p>
<p>Sie sah ihn an und ein spöttisches Grinsen zog über ihr Gesicht.</p>
<p>„Ja er ist fort. Er ging nach Hause nachdem ich seine Bitte ihn zu heiraten ausschlug.“sie lachte kurz verächtlich auf.</p>
<p>Kriep starrte sie ungläubig an.</p>
<p>„Du hast was getan?“</p>
<p>Nun wurde sie wieder zornig und seiner Überdrüssig.</p>
<p>„Verstehst du es etwa nicht, du kleiner Narr?! Er wollte mich zur Frau, aber ich habe Nein gesagt!“</p>
<p>Krieps Zorn wuchs ins unermessliche. Er schrie sie an:</p>
<p>„Du dummes und schändliches Weib! Er hätte dich genommen und versorgt und du sagst Nein?! Wedegor ist ein guter und ehrbarer Mann und hätte uns zu einer Familie gemacht!“</p>
<p>Seine Mutter sah ihn nun böse lächelnd an.</p>
<p>„Wir haben unseren Platz Kriep, und nichts wird das jemals ändern, ich bin eine Hure und du der Sohn einer.  Der Laufbursche eines Quacksalbers, gewöhn dich dran und jetzt geh mir aus den Augen ich kann deinen Anblick nicht mehr ertragen!“</p>
<p>Sie nahm einen tiefen Zug aus einem Krug der weit im Umkreis nach Rum roch. Die Worte machten ihn mundtot.</p>
<p>Er stürmte davon und ließ die Tür laut in den Rahmen fallen. Er beschloss nach Wedegor zu sehen. Sein Haus lag nicht weit entfernt von dem Freudenhaus sodass er rasch eintraf.</p>
<p>Er klopfte vorsichtig an die Tür und rief nach Wedegor. Nichts passierte. Er klopfte erneut und rief wieder nach ihm. Als sich wieder nichts rührte öffnete er vorsichtig die Tür und sah sich um.</p>
<p>Es war stickig und dämmriges Licht im Zimmer und im Kamin glommen noch die letzen Scheite. Ein eigenartiger Geruch erfüllte den Raum, doch er vermochte ihn nicht zu deuten. Vor der Feuerstelle  stand ein großer Sessel mit einem kleinen Tisch daneben.</p>
<p>Im Sessel saß jemand.  Kriep trat näher heran.</p>
<p>„Wedegor?“ fragte er leise.</p>
<p>Keine Antwort.</p>
<p>Er ging um den Sessel herum und zuckte zurück.</p>
<p>Es war Wedegor mit weit aufgerissenen Augen die Kriep traurig anstarrten. Krieps Blick fiel auf den Tisch auf dem ein kleines leeres Fläschchen stand. Gift, wie er wusste.</p>
<p>Er begann am ganzen Körper zu zittern und um Ihn herum drehte sich alles.</p>
<p>Als was er jemals glaubte zu lieben war fort und nichtig. Er fiel in eine eigenartige Art von Trance und doch schien alles so klar um ihn.</p>
<p>Er straffte sich und ging mit ausdrucksloser Miene durch Bree, er wusste nicht wohin, bis ihn seine Beine aus der Stadt Richtung Süden führten. Dort ließ er sich abseits des Weges nieder und starrte in den Himmel. Eglantine fort, Wedegor tot, seine Mutter voller Hass auf ihn. Niemand mehr da, der ihm etwas bedeutete.</p>
<p>Keine Träne verließ seine Augen.</p>
<p>Etwas in ihm wuchs ins unermessliche&#8230;Kälte.</p>
<p>Er begann herzlich zu lächeln, so wie er es bei den jungen Dirnen sah. Und es funktionierte. Sein Gedanken wurden glasklar, er fasste einen Entschluss. Bree den Rücken kehren, nichts hielt ihn.</p>
<p>Doch wohin? Das fahrende Volk.</p>
<p>Langsam erhob er sich immer noch lächelnd und machte sich auf die Suche nach dem Lager der Fahrensleute. Nahe der Apfelfarm vor Bree entdeckte er sie dann etwas abgelegen in einer Baumgruppe an einer hohen Felswand. Die Nacht nahte und ob  aus Furcht oder anderweitigem, er umschlich vorerst das Lager und legte sich dann hinter einen Baum und beobachtete die Leute die an einem Feuer saßen. Die Gespanne die wie fahrende Häuser aussahen, waren zu einem kreisförmigen Lager aufgebaut. Die Menschen am Feuer unterhielten sich gesellig.</p>
<p>Für einen winzigen Augenblick traf Kriep ein Blick eines am feuersitzenden Mannes. Der Mann lächelte und auf einmal traf ihn ein gezielter Fausthieb am Nacken der ihn sofort betäubte&#8230;</p>
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		<title>Aus dem Leben des Kriep VI</title>
		<link>http://www.haus-amarnartha.de/?p=1202</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Jun 2011 12:35:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kriep</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kriep]]></category>

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		<description><![CDATA[<br/>&#8220;Das fahrende Volk&#8221; &#8230;fünf lange Jahre waren ins Land gegangen. Jahre der Arbeit, Jahre  des Wachsens, Jahre des Schweigens.  Kriep zählte nun dreizehn Lenze. Er war schon immer etwas kleiner und schmächtig, ja gerade zu dürr gewesen, dafür aber gelenkig und flink. Das was er hat, hatte sich gefestigt. Seine Haare hatte er sich schulterlang [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><blockquote><p>&#8220;Das fahrende Volk&#8221;</p></blockquote>
<p>&#8230;fünf lange Jahre waren ins Land gegangen. Jahre der Arbeit, Jahre  des Wachsens, Jahre des Schweigens.  Kriep zählte nun dreizehn Lenze.<span id="more-1202"></span></p>
<p>Er war schon immer etwas kleiner und schmächtig, ja gerade zu dürr gewesen, dafür aber gelenkig und flink. Das was er hat, hatte sich gefestigt. Seine Haare hatte er sich schulterlang wachsen lassen und da nun der Bartwuchs langsam einsetzte rasierte er sich stets mit einem Rasiermesser des örtlichen Barbiers, welches er dafür bekam herrauszufinden ob seine Frau in Untreue lebte. (Sie war Treu)</p>
<p>Wedegor brachte ihm streng lesen und schreiben bei und auf ihren teilweise wochenlangen Expeditionen lernte er stets und ehrgeizig und erwies sich mit der Zeit als gar nicht so dümmlich wie er sich selbst des öfteren sah.</p>
<p>Die Arbeit begann mit dem Schleppen des Bündels seines Meisters und dem Sauberhalten der Gelehrtenstube, doch als Kriep immer mehr fragen stellte und sich wissbegierig zeigte, begann Wedegor ihm Dinge zu erklären.</p>
<p>Seine Studien beinhalteten das Verhalten der Völker im vergleich zu den Tieren. Zum Beispiel wo sich Ähnlichkeiten  fanden  oder gar Gleichheiten wenn es um Beute ging oder Fressneid.</p>
<p>So verbrachten sie die Tage abwechselnd entweder wochenlang in der Wildnis und folgten den Tieren oder aber beobachteten an geselligen Abenden im Pony das feiernde und lärmende Volk. Er lernte die Schwächen und Laster zu erkennen und wusste wie man sie hätte einsetzten können um jemanden zu vernichten.</p>
<p>Aber alles andere ist beim alten geblieben, er litt weiterhin unter Till Eisenwurzel, der nun eine harte Ausbildung zur Wache bestritt und in seiner Freizeit, Kriep mit seinen Kumpanen verprügelte wenn ihm danach stand. Seine Mutter strafte ihn weiterhin für seine Existenz mit Kälte und Verachtung.Sie sprachen so gut wie nie miteinander und er mied es sie überhaupt zu sehen.</p>
<p>Eines hatte er nun durch seine neuen Fähigkeiten gemerkt, Wedegor war hilflos seiner Mutter verfallen. Kriep konnte ihn nun so gut leiden, das er sich wünschte er würde sie heiraten, denn mittlerweile wusste er was sie war, und was er dadurch war. Ein Bastard.</p>
<p>Eines frühen Morgens standen Kriep und Wedegor gemeinsam am Westtor der Stadt, denn es hieß, dass das fahrende Volk durch die Stadt zieht und dann einige Tage etwas außerhalb der Stadt verweilt. Der Einzug in die Stadt war prächtig.</p>
<p>Von weitem hörte man bereits das wilde Spiel mehrer Lauten, Flöten und Trommeln. Als erster durchschritt halb tanzend ein Mann mit schlohweißem flatterndem Haar das Stadttor. Sein Gesicht war zu einer Grimasse verzerrt die jedermann zum lachen brachte. Seine körperliche Erscheinung war unscheinbar, ja gerade zu schwächlich. In seinen Händen hielt er zwei große Stöcke an denen Dutzende Fäden befestigt waren und vor ihm kämpften zwei mannsgroße Puppen miteinander, was eher aus sah wie ein einstudierter Tanz.</p>
<p>Ein Mann aus den Reihen der Zuschauer rief begeistert und grölend:</p>
<p>„Das ist der Anselm! Anselm der Puppenspieler!“</p>
<p>Aus den Reihen des Volkes brandete ein mächtiger Beifall auf.</p>
<p>Für einen kurzen Moment öffnete Anselm die Augen. Kriep sah in eisblaue Augen, wie in die eines Wolfes.</p>
<p>Sie starrten ihn für einen winzigen Augenblick an und Kriep konnte sich nicht von diesen Augen lösen.</p>
<p>Die Zeit schien sich zu verlangsamen. Plötzlich schien Kriep ein Funkeln darin zu sehen. Und sofort sah er wieder den Puppenspieler der sich wild während seines Spiels verrenkte.</p>
<p>Wie benommen sah er dann den Rest des Zuges folgen.</p>
<p>Es kam ein großes Gespann, von Ochsen gezogen, durch das Tor . Darauf stand ein hochgewachsener etwas jüngerer Mann als der vorherige. Sein Gesicht strahlte und die schulterlangen blonden Haare wehten im Wind.</p>
<p>Die Frauen im Publikum verstummten und sahen gebannt zu dem Musikus, der mit verführerischem Blick in die Masse sah und dabei die Laute zupfte und einen anzüglichen Text trällerte.</p>
<p>Eine Frau wandte sich an eine nahestehende junge Frau in Krieps Nähe und sagte mit hochroten Kopf und die Hände verlegen knetend:</p>
<p>„Das ist bestimmt Kuno der Schöne. Man sagt es genügt ein Wort von ihm um ihm hilflos zu verfallen.&#8221; Beschämt sah die Frau zu Boden, wahrscheinlich ob der gedanken die sie sich ausmalte.</p>
<p>Hinter ihm auf dem Wagen standen einige, gerade erst dem Kindsalter entwachsene Jungen und Mädchen die Flöten und Lauten spielten. Nach dem der Wagen das Tor passiert hatte, erschienen aus dem Torbogen zwei schelmisch dreinblickende Knaben die wild große Trommeln schlugen. Ihnen folgten dann einige wunderschön aussehende Frauen die keck umhersprangen und immerzu kicherten und einen leichten Knicks machten wenn sie in der Masse einen Herren erkannten der Geld zu haben schien.</p>
<p>Ihnen wiederum folgte eine Dame die etwa genauso alt sein mochte wie der Spielmann und ihm unheimlich ähnlich sah. Auf Ihrem Kopf trug sie einen riesigen Hut der mit Blumen besetzt war. Sie ging stolz erhobenen Hauptes mit einen kleinen Schirm zum Schutz vor der Sonne und Ihr Kleid war blutrot, wallend und mit großzügigem Ausschnitt.</p>
<p>Ihr folgten dann einige Gespanne um die mehrere Mädchen mit langen Tüchern freudig tanzten und Jungen die Feuer spieen und jonglierten.</p>
<p>Als der Zug vorüber war und unter lautem Applaus die Stadt durch das Südtor verließ, gingen Wedegor und Kriep zurück zum Gelehrtenarchiv.</p>
<p>„Fahrensleute&#8230;“ sagte Wedegor in seiner interessierten und doch fast gelangweilt klingenden Art zu sprechen.</p>
<p>Kriep wusste was das bedeutete und war nicht weniger interessiert an dem seltsamen Anselm und seinem Zug.</p>
<p>Wedegor lächelte „Ich sehe schon, also pack das Material zusammen ich treffe dich dann am Südtor, Kriep.“</p>
<p>Kriep nickte stumm und wusste bereits wohin Wedegor gehen würde, so wie er es immer tat wenn sie auf eine Expedition oder dergleichen gingen. Zu seiner Mutter.</p>
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		<title>Aus dem Leben des Kriep V</title>
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		<pubDate>Sat, 28 May 2011 12:55:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kriep</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<br/>&#8220;Der Gelehrte&#8221; Ein Jahr war nun vergangen seit Eglantine ihn verlassen hatte. Ein Jahr des Schweigens, der Wut und der Einsamkeit. Kriep sprach noch nie sehr viel, doch nun schwieg er stets und sprach nur wenn man ihn etwas fragte, was er nicht mit einem Nicken oder Kopfschütteln beantworten konnte. Er streifte oft tagelang durch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br/><blockquote><p>&#8220;Der Gelehrte&#8221;</p></blockquote>
<p>Ein Jahr war nun vergangen seit Eglantine ihn verlassen hatte. Ein Jahr des Schweigens, der Wut und der Einsamkeit. <span id="more-1142"></span></p>
<p>Kriep sprach noch nie sehr viel, doch nun schwieg er stets und sprach nur wenn man ihn etwas fragte, was er nicht mit einem Nicken oder Kopfschütteln beantworten konnte.</p>
<p>Er streifte oft tagelang durch die Umgebung schlief  mal hier mal dort und mied es zu seiner Mutter zu gehen, die ihn ja doch nur mit Verachtung und Ignoranz strafen würde. Er hatte keine Freude mehr daran mit den anderen Mädchen zu würfeln und ihnen zuzuhören. Sein Herz war ein wenig erkaltet seit dem Weggang der Magd, der einzigen die er wie eine Mutter liebte . Doch eines Tages im Winter trieb ihn die Kälte, wie so oft zurück in die eisigen Arme seiner wahren Mutter.</p>
<p>Er betrat schlotternd vor Kälte die Schankstube. Die Luft war wie immer mit dicken Rauchschwaden geschwängert, und der alte Hausbarde spielte seine langsamen Melodien auf der Laute. Und das gewohnte leise Klingen von vielen Gesprächen schaffte die so typische Atmosphäre eines Freudenhauses. Er hatte sich seinen zerfetzten Umhang nach Art der Reisenden gebunden und legte ihn nun ab.</p>
<p>Seine Mutter saß in einer Ecke mit vielen Kissen bei einem Mann mit edler brauner Robe, er hatte ein freundliches Gesicht mit hellen fröhlich blitzenden Augen. Sein Haar war etwas wirr und haselnussbraun. Kriep suchte sich ein Kohlebecken und begann mit einen Holzmännchen zu spielen. Es war ein Geschenk eines Zimmermanns aus Bree, dem er manchmal für essen und einen Schlafplatz am Feuer, aushalf.</p>
<p>Als er kurz vom spielen aufblickte stand auf einmal der Mann mit der Braunen Robe vor ihm. Mit freundlichem lächeln sagte  er: „Na was machst du denn hier Kleiner?“</p>
<p>Kriep blickte sich misstrauisch und hilfesuchend um. Der Mann fuhr fort:</p>
<p>„Mein Name ist Wedegor Braunvlies und ich fragte gerade deine Mutter wer du seist und was du mal werden willst.“</p>
<p>Kriep zuckte nur mit den Schultern.</p>
<p>„Also ich habe da einen Vorschlag ich brauche einen Burschen, der mir bei meinen Studien zur Hand geht, das wirst du sein. Du bekommst als Lohn Essen und Kleider. Deine Mutter ist einverstanden&#8230;Morgen bei Sonnenaufgang wirst du zum Gelehrtenarchiv kommen.“</p>
<p>Er wartete keine Antwort ab und ging wieder zu Krieps Mutter. Sie empfing ihn wieder mit einem verführerischem Lächeln. Kriep wusste nichts mehr und konnte nicht mehr klar denken und zog sich in einen der Hinterräume zurück um legte sich zum Schlafen in eine Ecke.</p>
<p>Das also sollte sein Schicksal sein, der Handlanger eines Gelehrten. Es war ihm alles gleich. Die gewohnten nächtlichen Geräusche die er noch nicht zu deuten vermochte, blieben nicht aus&#8230;</p>
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